Demenzprävention durch «Pokémon Go»

Demenzprävention durch «Pokémon Go»

Abstract: Ist es möglich durch das Spielen von «Pokémon Go» das Risiko einer Erkrankung an Demenz zu verringern? Was kann man vorbeugend gegen diese Krankheit tun? Und wie soll dies mit einem Spiel möglich sein? Ich habe mich mit diesem Thema auseinandergesetzt und bin auch selbst auf «Pokémon»-Jagd gegangen. Mein Wissen und meine Erfahrungen möchte ich Ihnen gern vorstellen.

Demenzprävention durch «Pokémon Go» «Pokémon Go» ist im Moment der jüngste Digital-Hype. Spieler, die normalerweise zu Hause allein vor dem Computer sitzen und in eine virtuelle Welt abtauchen, verlassen ihre Wohnung. Sie bewegen sich physisch, um verschiedene Orte im Spiel zu erreichen. Diese Orte befinden sich in der realen Welt und sind meist besondere Punkte in der Heimatstadt. An diesen Punkten gibt es dann bspw. virtuelle Pokéstops und Arenen, welche nur die Spieler sehen und wo bestimmte Aktionen durchgeführt werden können.

Warum kann dieses Spiel als mögliche Vorbeugung von Demenz angesehen werden?

Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft leben heute fast 1,6 Millionen Demenzkranke in Deutschland, Tendenz steigend. Die Ursachen für die unterschiedlichen Demenzerkrankungen (z.B. Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson und vaskuläre Demenz) sind noch nicht endgültig erforscht. Jedoch gibt es bei der Prävention verschiedene Ansatzpunkte: Neben der Bedeutung der Ernährung sind der Einfluss der Bewegung von Körper, Seele und Geist sowie der Einfluss vom Aufbau bzw. Erhalt der sozialen Aktivitäten bekannt.

Demenzprävention durch «Pokémon Go»

Und genau hier setzt «Pokémon Go» an. Beim Spielen wird man zum Subjekt, das heißt man entscheidet selbst, was man tun möchte und was nicht. Das Spielen erfolgt freiwillig, ganz ohne fremde Erwartungen und ohne Druck. Kinder erkunden spielend ihre Umwelt und lernen spielend dazu. Unser Gehirn kann durch das Spielen vermutlich deutlich leichter neurologische Verknüpfungen aufbauen.

So lernen die Spieler derzeit nicht nur die Regeln von «Pokémon Go», sondern bspw. auch die Namen der verschiedenen Pokémons wie z.B. Barschwa, Magmar oder Dratini. Auch die körperliche Bewegung durch das Spiel ist nicht zu unterschätzen. Neulich lernte ich einen jungen Mann kennen, der innerhalb von 3 Tagen 48 km gelaufen ist, um seine Pokémons einzufangen und um Eier auszubrüten.

Neben der körperlichen und geistigen Aktivität ist auch der soziale Aspekt bemerkenswert. Die Menschen treffen sich an sogenannten Lockmodulen und kommunizieren miteinander. Denn dies ist ein Spiel, was miteinander gespielt wird. In den Firmen ist heutzutage aus dem „Wir.“ vielmals ein „Ich bin besser.“ geworden. Da tut es den Menschen gut, mal wieder ohne Konkurrenzdenken und ohne „die Ellenbogen auszufahren“ einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Sicherlich gibt es bei allen positiven Aspekten des Spiels auch eine Schattenseite. Hingewiesen wird derzeit bspw. auf Räuber an Lockmodulen, Gefahren auf befahrenen Straßen und auch das Datenschutzproblem. Hier sollte natürlich eine gewisse Vorsicht gewahrt werden.

Fazit:

Aber aus Sicht der Demenzprävention kann ich dieses Spiel nur wärmstens weiterempfehlen. Allein oder gemeinsam mit dem Partner oder Freunden nach der Arbeit und am Wochenende einfach mal wieder nach draußen zu gehen und abzuschalten, sich zu bewegen, Aufregung beim Fangen der Pokémons und beim Kampf in den Arenen zu spüren, mit anderen Spielern Erfahrungen auszutauschen und sich zu freuen, wenn man wieder ein besonderes Pokémon gefangen hat. Ich hoffe, dass der Entwickler NIANTIC schnellstmöglich die aktuellen Serverprobleme beheben kann, denn dann werden in diesem Sommer nicht nur neue freundschaftliche Kontakte geknüpft, sondern es kann vielleicht auch die Anzahl der Neuerkrankungen an Demenz verringert werden.

Demenzprävention durch «Pokémon Go»

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